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wohngemeinschaften

Finde die, der nicht mehr ohne Dich leben wollen!

In Deinem Leben musst Du unerreichbar sein, für die, die nicht wissen, was sie an Dir haben. Und erreichbar, für die, die wissen, wie wichtig und unersetzbar Du für sie bist.

Meine WG-Geschichte

Als wir 1976 unsere kleine Wohnung in der Balanstraße 11 in Haidhausen als Wohngemeinschaft begannen, mussten wir noch erklären, wie das gemeint war: Der Vermieterin gegenüber hatte ich als „Hausmeister“ einen Untermieter oder Zimmerherrn, nachdem wir die Wohnung von einem kollegialen Studierenden-Paar übernommen hatten.

Meiner Kleinstadt-Mutter gegenüber musste ich klar stellen, dass wir keine Kommune sind, wie sie es aus der Zeitung kannte, sondern einzelne Zimmer mit Betten haben, denn die Zeitungen waren voll mit reißerischen Berichten und Fotos der Matratzenlager aus der Kommune 1 oder 2 …

Das Leben der Landkommunen war durchaus oft bei Besuchen zu erleben, ob im Bauernhof im bayrischen Wald oder bei Bands und Wirtshäusern, ganzen Tagungshäusern und Großprojekten, …

Das offizielle Leben zu zweit

wurde durch viele Besucher*innen und gute Freundeskreise, durch gemeinsame Feste und Arbeitsgruppen der Flughafen-Gegner*innen, die alle unseren grünen Alkoven bewunderten und gerne nutzten, auch wenn das Leben noch etwas beschwerlicher war: Die Toilette eine halbe Treppe tiefer, ohne elektrisches Licht, dafür mit Darmol-Leuchter-Kerze, die Dusche als Einbau-Kabine in der Küche …

1981 hatte ich meinen ersten Job gekündigt und zog im Herbst hinaus in die nächste WG zu siebt nach Glonn nahe am Steinsee, wovon allerdings die meisten Mitbewohnenden die Woche über nach München pendelten, so dass ich mit Hunden und Hühnern das weite Tal vor dem Haus oft alleine hatte, aber in der Organisation erster Theater-Workshops zum Forumtheater nach Augusto Boal dann öfter am Wochenende durchs ganze Land reiste.

Im Dezember 1982 löste sich die Land-WG wegen baulicher und elektrischer Probleme auf, und das nächste Haus-Projekt in München entstand:

Ein Häuschen zu viert und zu fünft,

mit Swimmingpool in älterer Truderinger Nachbarschaft, Platz auch für Trainings für Gewaltfreie Aktion in der Friedensbewegung, bis dann der schwere Hagel die Garten-Idylle und die Hausdächer ruinierte: Gleichzeitig entstand einerseits durch Schwangerschaft bei uns und Zweierbeziehungs-Wunsch bei anderen der Wunsch nach Veränderung: Herbst 1984.

Ein Haus in Dießen am Ammersee

sollte 1984 unser Kind vor dem angestiegenen Autogestank und Ruß der Stadt bewahren, und einige Freunde zogen mit nach Schachtelhausen, in eine Neubau-Siedlung oberhalb der alten Orts-Stufen, mit traumhaften Landschaften um St. Georgen und weiter in Richtung Pfaffenwinkel.

Freundeskreise in Herrsching und Übergangs-WGs

in München waren die nächsten Stationen, bis wieder eine stabile Haidhauser Adresse für 12 Jahre im Hinterhaus in der Pariserstraße 23 feste Heimat wurde. Zu viert in zwei verschiedenen Paar-Formationen erlebten wir die verschiedenen Versionen gemeinsamen Haushaltens bis Tschernobyl, dann in allmählicher Verschiebung vom traditionalen Fleisch zu biologischen und osmanischen Ernährungsformen.

Wieder wirkte eine Schwangerschaft, diesmal ohne meine direkte Beteiligung, aber auch der veränderte Lebensstil zur Auflösung, und der Johannisplatz 16 bot mir ein freies Untermieter-Zimmer für einige Jahre, bis die nächste WG in Thalkirchen an der Floßlände ein freies Zimmer unterm Dach anbot, für die nächsten vier Jahre. In der Zeit begann ich meine Ausbildung in Gestalttherapie, die auf der Heldenreise mit Paul Rebillot gut aufbaute.

Als dort die Veränderung anstand,

fand sich 2003 ein Platz in einer uralt-WG in der Schellingstraße, den Erzählungen nach früher eine schwule Abspaltung aus der Kommune 1, aber das hatten wir nie wirklich erforscht. Hier beendete ich meine Gestalt-Ausbildung mit den zweiten zwei Jahren Supervision und Praxis, was meinen schweren Fahrrad-Unfall 2004 verarbeiten half.

Als es dann dort zu eng wurde, fand ich über ein Arbeitsprojekt 2006 für ein paar Jahre eine Familien-Nachbarschaft am Harthof, die 2010 durch Eigenbedarf in der Familie verloren ging. Nach einem unversehenen Aufenthalt in einer Drogen-Wohnung folgte 2011 die vorübergehende Versorgung eines Bauernhauses im Mangfalltal, die zur Wohngemeinschaft auf Zeit mit einem Paar wurde.

Zurück nach Haidhausen

wurde ich 2013 Untermieter unterm Dach bis heute, am nun wieder etwas belebteren Eck vor dem Wiener Platz …

persönliches_netzwerk und wohnen

wohngemeinschaften.txt · Zuletzt geändert: 2022/11/23 13:41 von lenni