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vorgeschichte_der_gesundheitsbewegung

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Ich möchte in den Zusammenhang an einen der Begründenden der Gesundheitsladen-Bewegung erinnern, Rolf Schwendter, der schon damals die Lust hatte, mit dem gesprochenen Gender die Rolle der Frauen - vor allem auch im Gesundheitswesen herauszuheben;

der im Umfeld der AG SPAK und der Selbstverwalteten Betriebe und Projekte den Gesundheitstag in Kassel auf die Beine stellte, der in der Bewegung der Gesundheits- und Wissenschaftsläden und die Zukunftswerkstätten von Robert Jungk die positive Stimmung der Selbstorganisation der siebziger Jahre verfestigte -

bevor die „geistig-moralische Wende“ der schwarzen Kofferträger Kohl und Schäuble auf Bundesebene mit einer „Gesundheitsreform“ das System der Abzocke verwirklichte, wie wir es seit F.J. Strauß und Nachfolgenden in Bayern schon lange hatten.

Prof. DDDr. Rolf Schwendter müsste ich heute wieder schreiben, wo so viel falscher Adel aus Papieren gewonnen wird, er hätte mit Abscheu seine Dreadlocks geschüttelt, bevor er wieder zur Kindertrommel das Lied aus einer Evangelischen Akademie angestimmt hätte:

 "Das geht nicht, das kann ich nicht, das wird nie was ...
 das hat mein Vater schon gesagt, mein Opa auch, 
 
 Das geht nicht, das kann ich nicht, das wird nie was ...
 und wer was ändern will fällt auf den Bauch!

Bis in die 1970er Jahre waren die Mediziner die "Götter in Weiß".

Dann begannen Mitarbeitende gegen die steilen Hierarchien in den Krankenhäusern, gegen irres Abkassieren der Chefärzte und Schönheits-Operierenden, gegen die Buckelei in der Pflege aufzubegehren und sich besser zu organisieren.

Dabei entstand eine Bewegung der Gesundheitsläden,

  wie es auch an offenen Hochschulen Kinderläden gab, in manchen Städten Wissenschaftsläden bis heute, und auf dem Gesundheitstag 1988 in Kassel (?) verbreitete sich die Bewegung in diesen Berufen und organisierte sich, in etlichen Städten gibt es bis heute Gemeinschaftspraxen, die für die Gesundheit in Brennpunkt-Regionen sorgen.

der Gesundheitstag und Prof.Dr.Dr.Dr.Rolf Schwendter

Rolf war einer der Vordenker, Koordinierenden und Vorreitenden der Bewegung, der aus dem Stand große Veranstaltungen in Thesen protokollierte und dann in Zeitungen brachte, was von nun an Sache war.

Rolf Schwendter war offiziell ein Professor für Abweichendes Verhalten, Devianz in Kassel, beforschte und begleitete die innovativen Bewegungen, nicht nur der Liedermacher wie im Open Ohr in Mainz, erarbeitete auch Grundlagen für politische Supervision, begann schon in den 1970er Jahren, das Binnen-I zu sprechen und gendergerecht zu referieren.

Auch auf Tagungen wie in Evangelischen Akademien sang er seine selbst oder gemeinsam geschriebenen Lieder: Seine literarische Wiener Art stellte er regelmäßig mit „Liedern zu Kindertrommel“ (auch als Platte und CD) vor.

Er gehörte auch zum Umkreis des Zukunftsforschers Robert Jungk in Salzburg, der mit den Zukunftswerkstätten eine demokratische Art der Zusammenarbeit entwickelte, lange bevor die Moderationsformen von Metaplan etc in Marketing übertragen wurden.

Neben der intensiveren Arbeit für Seltene Krankheiten und die Selbstorganisation der Patient*innen gab es im Gesundheitsladen vor allem eine Beschwerdestelle, deren Finanzierung aber jetzt in einen Krankenkassen-Konzern umgeleitet wurde, wie das den Privatisierungen des Gesundheitswesen seit 20 Jahren entspricht.

Eine wirkliche UNI-VERSI-TÄT

oder Hochschule würde die Interessen der Studierenden auf die gesamte Welt ausdehnen, von deren Ressourcen wir alle leben, und die wir deswegen verstehen sollten. Nun legt ein kleines Virus die herunter gesparten und verlogen abzockenden Strukturen frei und wir stehen hilflos gegenüber?

entstanden bei der Vorbereitung von Gesundheit und Selbsthilfe

vorgeschichte_der_gesundheitsbewegung.1620134504.txt.gz · Zuletzt geändert: 2021/05/04 15:21 von fritz