Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


theaterpaedagogik

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Den Beruf Theaterpädagogik definierten wir Anfang der 1980er Jahre,

bis dahin war es in der Schaupiel-Ausbildung wie in manchen Kunst der früheren Zeit: Eine erfahrene ältere Künstlerin gab ihre Erfahrungen in einer Art Unterricht weiter, wie sie selbst gelernt hatte.

Genau so lernte man im Theater alle entsprechenden Berufe: Dramaturgie als Gesamt-Blick auf die Produktion, Regie und Regie-Assistenz, Bühnenbild und Kostüm etc. bis auf die Intendanz ;-))

In der Zeit des Faschismus waren die Theaterexperimente und -formen von Bert Brecht und Erwin Piscator in andere Länder ausgewichen, zeitweise im Austausch in Russland erfolgreich, nach Amerika weiter geflohen,

In jener Zeit begann sich das neue Theater zu öffnen und ging durch die Lande, wie Bread and Puppet, das Living Theatre mit Judith Malina und Julian Beck und Armes Theater des Jerzy Grotowski kam auf die Festivals auf Plätze und in Zirkuszelte, gestaltete Workshops und völlig neue Erfahrungswelten, die auch mal zur Demo werden konnten:

"7 Meditationen über die Folter"

Julian Beck machte in einem Workshop aus den Grundgedanken der „Weissen Folter“ um die RAF-Isolationshaft die „7 Meditationen über die Folter“ eine spontane Demo und landete dafür im Knast in München.

Fähigkeiten aus der Theaterarbeit: Regie, Schauspielkunst, Theaterpädagogik

  • Eine Szene entwickeln
  • eine Rolle spielen
  • jemand zu gutem präzisen Ausdruck begleiten
  • eine Gruppe zur Szenen-Entwicklung anleiten

Literaturen und Situationen aufnehmen: Stimme, Stimmung, Text, Wortfiguren

Rollen, Situationen und Texte an Haltungen, Orten und Richtungen auf der Bühne verankern

Fritz Perls, Gestalt-Therapeut, lernte in seiner Berliner Jugendzeit bei Max Reinhardt

Gestalt sieht immer die Szene: Vordergrund, Hintergrund, die Welt als Bezug

Visionstheater und Theater der Unterdrückten und das bilder- und statuentheater auf dem Weg zum Forumtheater und zum Legislativen Theater

Das Arme Theater des Jerzy Grotowski

entkleidet das in den Requisiten und Soffiten verstaubte Ritual und holt es in den puren körperlichen Ausdruck zurück. In mehrwöchigen Workshops erarbeiteten und erlitten wir bei den Workshops im Rahmen des Theaterfestivals unsere Ausdrucksmöglichkeiten in allen Körperbereiche in ständig wechselnden Muskelkatern, verbrachten selbst organisiert ganze Wochenenden ohne Worte nur mit Stimmarbeit im Wald, erlebten mit polnischen Theaterleuten9 Neugeburten unserer Rituale.

Die Verwandtschaft von Gestalt und Forum-Theater

erschienen in: Helmut Wiegand (Hg): Theater im Dialog: heiter, aufmüpfig und demokratisch: Deutsche und europäische Anwendungen des Theaters der Unterdrückten. Mit einem Beitrag von Augusto Boal zum Symbolism in Munich (deutsche Fassung) ibidem-Verlag: https://www.ibidem.eu

theaterpaedagogik.1616876244.txt.gz · Zuletzt geändert: 2021/03/27 21:17 von fritz