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entwicklungsdienst theater-methoden

entwicklungsdienst theater-methoden hatten wir unsere Arbeitsgruppe genannt,in der wir in den '90er Jahren die Methoden des Theater der Unterdrückten auf unsere breitere Bildungs-Arbeit mit der Bewusstseinsbildung anwandten:

Forumtheater ist eine kritische Bildungspraxis zur Kritischen Theorie

Paulo Freire hatte die Grundlegungen von gemeinschaftlichen Gestaltung wie bei Martin Buber, von dessen Freund Gustav Landauer und Antonio Gramsci in die Pädagogik der Unterdrückten aufgenommen, ein lernendes Menschenbild entgegen unserer deutschen Stoff-Kanons, die immer noch in „Hoch“-Schulen“ verabreicht werden.

Augusto Boal hatte die Grundgedanken von Paulo Freire in die Zusammenfassung seiner neuen Theater-Methoden, das Theater der Unterdrückten aufgenommen, die in seiner Zeit im Exil in Argentinien, in Portugal und in der Sorbonne in Paris zusammen gefasst wurden,

Die Kritische Theorie, die in der deutschen Version sehr in der Erörterung von marxistischen Philosophie-Begriffen hängen geblieben ist, während in den südlichen Ländern Europas und Amerikas die anarchistische Praxis von Genossenschaften und gemeinschaftlichen wie gewerkschaftlichen Projekten im Vordergrund der Demokratisierung stand, hat bisher wenig Eingang gefunden in eine Kritische Pädagogik, die neben grundlegender Schulkritik wie von Ivan Illich kaum bekannt wurde.

entwicklungsdienst theater-methoden hatten wir unsere kollegiale Arbeit in der Paulo Freire Gesellschaft genannt, die das Kritische Denken in Szenen und Handlungsmöglichkeiten verwandelt,

Über die Jahrzehnte wanderten die Theater-Methoden dann mit mir in die Bildungsarbeit der Jugendverbände, in die Eine-Welt-Bewegung und die Gewaltfreie Aktion in der Friedensbewegung, gewerkschaftliche und kirchliche Akademien, Kirchenkreise und Lehrerfortbildungen, während Augusto Boal es mit Inszenierungen in Theatern versuchte;

Befreiungstheologie wurde mir dann mehr zur Befreiung von der Theologie, einmal sehr fundiert in der KHG Münster zur Verarbeitung der Gottesvergiftung* im eigenen Leben durch familiäre Belastungen wie „Berufung“ in den Ordens- oder Priesterberuf, in pflegerische oder soziale Arbeit. *(Gottesvergiftung war ein Buchtitel von Tilman Moser)

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In den Schauspiel-Ausbildungen waren in den 1970er Jahren noch autoritäre Anleitungen üblich, während in den Theater-Festivals allmählich die neuen Methoden der angeleiteten gleichberechtigten Gruppen-Arbeit begannen;

in den Jugendverbänden gab es aus den 1960er Jahren noch viele Reinfall- und Scherz-Spiele, die manchen Teilnehmenden die neuen Übungen schwer machten: Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung und einen angemessenen Ausdruck zu entwickeln, war neu wie die Begriffe „Awareness“ und Transgression, Transition.

politische Supervision

der gemeinsame Blick auf ein Team oder Projekt mit Begleitung von außen - mit Erweiterung auf die politische Einbettung einer Einrichtung in Gemeinde, Stadtteil und Land

ansonsten wäre es Intervision, wenn ein Team selbst reflektiert, oder eine Balint-Gruppe, wenn in einer Einrichtung (wie zB Krankenhaus) alle Mitarbeitenden einer Station auch ihre Zusammenarbeit austauschen …

  • - was aktueller Stand ist
  • - wie zufrieden jedeR mit der eigenen Position ist
  • - was verändert werden kann …
  • - mit Theater-Methoden die Situationen in Szenen verwandeln und neu verhandeln

Andere, persönlichere Entwicklungen gehören eher in Coaching-Gruppen

Supervision und Job-Coaching

Der Beitrag des Theaters der Unterdrückten und anderer dramatischer Techniken zur Entwicklung der interkulturellen Kompetenz von Lehrern: Christina Zoniou 2016, https://www.academia.edu/47231453/

Actor Training - Second Edition expands on Alison Hodge’s highly-acclaimed and bestselling Twentieth Century Actor Training https://www.academia.edu/32419337/Hodge_foractor

LETSCH, Fritz; BALBY, Vivi. Wie alles anfing. In: ODIERNA, S.; LETSCH, F. (org.). Theater macht Politik. Forumtheater nach Augusto Boal. Ein Werkstattbuch. Gautinger Protokolle 36 – Institut für Jugendarbeit Gauting. Neu-Ulm: AG SPAK Bücher, 2006, p. 14-21. http://revistaseletronicas.pucrs.br/ojs/index.php/civitas/article/download/3524/2754

theater-methoden.txt · Zuletzt geändert: 2021/06/07 13:44 von fritz