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Stefan George 1868-1933

https://www.dhm.de/lemo/biografie/stefan-george

1891 „In Wien hat er eine intensive, aber kurze Freundschaft mit Hugo von Hofmannsthal.“

„Aus dem Mitarbeiterkreis der „Blätter für die Kunst“ erwächst der sogenannte George-Kreis als ein loses Bündnis junger Lyriker um George als geistige Autorität.“

1907 „Er versteht sein literarisches Schaffen nun als pädagogischen und prophetischen Auftrag.

Die persönliche Ausstrahlungskraft und das neue Selbstverständnis Georges erweitern seinen Schülerbund zu einem intellektuellen Elitekreis mit bündischem Charakter, der auf die Geisteswissenschaften in Deutschland starke Wirkungen hat.“

1917 „Den Ersten Weltkrieg interpretiert er in „Der Krieg“ als schicksalhaftes Zeichen der kulturellen Verderbtheit infolge der Massenkultur.“

1918 „Die deutsche Niederlage bestärkt George in seinem pädagogischen Glauben, für das Volk eine hellenisch beeinflusste Vision vom Ethos der Jugend schaffen zu müssen.

In der Weimarer Republik, der er distanziert gegenübersteht, vereinigt sein Schülerkreis zionistische und antisemitische Mitglieder ebenso wie nationalistische und republikanische Anhänger.

Der Einfluss des George-Kreises, dem auch Claus Schenk Graf von Stauffenberg angehört, ist in dieser Zeit vor allem für die Jugendbewegung prägend.

Kriegsablehnung und Idol der Jugend

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George

George fiel nicht in die allgemeine Kriegseuphorie ein. Stattdessen prophezeite er einen für Deutschland düsteren Ausgang. So formulierte er in seinem zwischen 1914 und 1916 entstandenen Gedicht Der Krieg:

 zu jubeln ziemt nicht: kein triumf wird sein
 nur viele untergänge ohne würde..
 
 des schöpfers hand entwischt rast eigenmächtig
 unform von blei und blech · gestäng und rohr.
 
 der selbst lacht grimm wenn falsche heldenreden
 von vormals klingen der als brei und klumpen
 
 den bruder sinken sah · der in der schandbar
 zerwühlten erde hauste wie geziefer..
 
 der Gott der schlachten ist nicht mehr.
 erkrankte welten fiebern sich zu ende
 in dem getob. Heilig sind nur die säfte
 noch makelfrei versprizt – ein ganzer strom.
 

Stefan George: Der Krieg [1917]. In: Das neue Reich. Herausgegeben von Ute Oelmann. Klett-Cotta, Stuttgart 2001 (= Sämtliche Werke in 18 Bänden, Band IX), S. 21–26, hier S. 24.

Imitatio und Homosexualität

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George#Imitatio_und_Homosexualit%C3%A4t

traf in Paris auf Paul Verlaine

Fans: Hans Scholl

Die drei Brüder Stauffenberg, darunter der spätere Hitler-Attentäter Claus von Stauffenberg (s. u. Bedeutung), gehörten seit 1923 zum Kreis Georges. Um 1930 bestimmte er Berthold als seinen Nacherben nach Robert Boehringer (vgl. auch Stefan George Stiftung).

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George

stefan_george.txt · Zuletzt geändert: 2020/04/25 21:50 von fritz