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nachkriegszeit

Nachkriegszeit sehe ich inzwischen breiter: Wir hatten ein / zwei Kriege vorher schon nicht verarbeitet … und gerieten als Nachkriegskinder nach den Kriegskindern in die Reste des „3.Reiches“, die nach brauchbar, brennbar oder essbar, gefährlich oder gefährdend sortierte:

Nachkriegszeit hieß überleben

Der Versuch, in eine neue „Normalität“ zu finden: Zwischen Geflüchteten und immer im Ort gebliebenen, zwischen Frauen und Kindern vor Ort, Fremdarbeitern, Soldaten und Priestern, Amtspersonen und Polizisten, die grade vorher noch gefährlich oder vertraut waren, … allesamt über ihre letzten Jahre schweigend …

Als Kind zwischen den Sprüchen „Im Feld geblieben“, „gefallen“ und vermisst,

verwundert über Sätze wie „bis zur Vergasung“ was gar nicht mit Juden und KZ, sondern mit dem Holzvergaser, einer alten LKW-Motor-Art mit Brennholz zu tun hatte,

und ganz viele Fragen, die nie beantwortet wurden, die Ärger hervorriefen,

Nachkriegszeit 1871 hieß Aufbau und Gründerzeit

mit „Franzosenvierteln“ und Friedensengel / Siegesgöttin auf allen Gebäuden, Industrialisierung

Nachkriegszeit 1918 / 19 hieß Revolution und Niederschießen

Nachkriegszeit 1945 / 49 hieß Besatzung, Niederlage und Umerziehung

Flucht und Verstecken für manche, und das Zahlen für Persilscheine, Lager und Hinrichtungen, „Entnazifizierung“ bis 1950

bis dann der Kalte Krieg die neue Front fand:

und die Nazis waren wieder BKA und Verfassungsschutz, Anwälte, Lehrkräfte, Polizisten, Richter und Verwaltung.

Frühere Annäherungen, Erinnerungen, Impressionen: http://nachkriegskinder.wordpress.com

Eine Pädagogik der Hoffnung für heute? Eine historische Einbettung

nachkriegszeit.txt · Zuletzt geändert: 2021/05/30 23:04 von fritz