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magie_der_szene

Bilder und Symbole wirken stärker als Begriffe und flüchtige Gedanken

Ein Bild einer Situation aufzustellen, gibt neue Bedeutung und Deutung:

Die Magie der Szene besteht zumindest aus Abstand, Richtung und Haltung der Personen zu einander, oft entsteht in den stellvertretenden Personen sogar ein Satz, der in den Ursprungs-Verhätnissen geläufig war.

Jede wiederholbare Aufstellung einer Szene bewirkt im Publikum eine Erinnerung an eigenes Erleben: Solche Szenen in Familie, Schule, Beruf, Betrieb und Einrichtung, in Filmen und anderen Aufstellungen und Theater-Erlebnissen:

„Michel Foucault hat die These geprägt, dass nach dem Niedergang einer starken Idee der Geschichte, der „großen Obsession des 19. Jahrhunderts“, „die aktuelle Epoche eher die Epoche des Raumes“ wäre (Foucault 1990, 34). … Wenn sich, wie Foucault nahe legt, zentrale Konflikte der Sozial- und Kulturphilosophie „zwischen den anhänglichen Nachfahren der Zeit und den hartnäckigen Bewohnern des Raumes abspielen“ (Foucault 1990, 34), https://www.academia.edu/10099208/Der_ge%C3%B6ffnete_Raum_Zur_Politik_der_%C3%A4sthetischen_Form

 **KUNST IST MAGIE, BEFREIT VON DER LÜGE, WAHRHEIT ZU SEIN - T.W ADORNO**

Wir nennen es oft Empowerment

In der Selbsthilfe und der Selbstorganisation haben wir oft noch den Jargon der Sozialwissenschaft in Anwendung, statt unsere wirklich wirksamen Begriffe zu finden: gegenseitige Bestärkung würde ich einmal erproben: Wie magische Stoffe:

„Weil ja Begriffe die „Griffe sein sollen, die Welt zu verändern“, wie einmal von Bert Brecht seiner Figur Ziffel in den Flüchtlingsgesprächen zugeschrieben wurde, such ich noch den besten Begriffen, die zwischen Bewusstseinsbildung in der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire und im Forumtheater von Augusto Boal und Kritischer Praxis liegen, denn in der Kritischen Theorie wird hierzulande mehr über Adornos Gedanken philosophiert, statt über unsere kommende Zukunft.

Dazu kommt seit Langem auch die Kritische Gestalt: Bewusstseinsbildung und Ermutigung - Paulo Freire als Ikone?

Heilsame Gespräche, Szenen und gesellschaftliches Verständnis

Die erste Stufe entsteht im Erstellen einer Szene, im Abbilden oder Ansprechen einer Thematik, auszudrücken, was im Bewusstsein gerade im Vordergrund steht,

Die zweite Stufe kommt im Überlassen an eine Gruppe und / oder einem Publikum, das die Szene annimmt, das Thema wahrnimmt, und darauf reagiert, mit Fragen oder Verständnis …

Die dritte Stufe kommt aus den Reaktionen auf meine Szene, mein Thema: Ich kann als Außenstehende die Lösungsversuche und Nachfragen, das Verständnis für meine Situation betrachten.

Heilsame Geister, böse Geister versöhnen?

Halloween zeigt das Interesse für die Grenzen zwischen den Ebenen der Welt: Lebende und Tote, Geister und Seelen, was immer unsere Vorstellungen davon sind.

Der naive Versuch, nur positive Gedanken zu pflegen, kann die Angst vor den dunklen Seiten nicht verdrängen, macht die Welt etwas enger. „Böse Geister“ sind wie giftige Mythen und schlechte Sätze zu unserem Leben, wie Flüche und böse Wünsche, die in etlichen Kulturen sehr gefürchtet sind.

In der Heldenreise nach Paul Rebillot wird in Gestalt-Ritualen im Ablauf von etwa fünf Tagen in einer Gruppe der heldische Wunsch nach einem Aufbruch mit der dämonischen Kraft nach Beständigkeit, Bleiben und Verteidigung konfrontiert, und mit den verschiedenen Anteilen verhandelt.

Ältere Kulturen wollen böse Geister und Krankheiten austreiben, und viele „Heilerinnen“ denken immer noch von Bildern wie „bösen Tieren“ im Körper, statt zu akzeptieren, dass wir innen und außen von einem großen Biom besiedelt sind, wie die Wälder mit Pilzen, um unsere Haut zu pflegen, unsere Nahrung aufzuschließen, ein gesunder besonderer Organismus zu sein, der seine Eigenheiten hat.

magie_der_szene.txt · Zuletzt geändert: 2022/11/06 15:08 von lenni