Stinnes-Legien-Abkommen

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Aktuelle Geschichte: Stinnes-Legien-Abkommen

Die Arbeitgeber feierten mit den Gewerkschaften, mit dem Bundespräsidenten und diversen MinisterInnen 100 Jahre Sozialpartnerschaft und wohl die spätere "Volksgemeinschaft", denn gut 12 Jahre waren die Gewerkschaften ja verboten und zum Teil in Konzentrationslagern, dafür bereicherten sich die großen Arbeitgeber in der Zeit an Militär-Aufträgen und Zwangsarbeit - mehr zum Stinnes-Legien-Abkommen

100 Jahre Sozialpartnerschaft und "Volksgemeinschaft" ...oder wie im Kampf gegen Rechts jede Opposition in Frage gestellt wird - Das Stinnes-Legien-Abkommen und die Absage an den Klassenkampf | Peter Nowak auf Telepolis

Es ging etwas unter, als am 16.10. 2018 der Gewerkschaftsbund DGB und der Unternehmerverband BDA das 100-jährige Jubiläum jenes Stinnes-Legien-Abkommens feierten, das eine wesentliche Ursache für die Niederlage der Novemberrevolution war.
Mit dem Abkommen wurde nach Meinung der Befürworter die "Sozialpartnerschaft" in die Wege geleitet. Man könnte aber polemisch auch von "100 Jahre Volksgemeinschaft" reden. Denn in diesem Abkommen wurde dem Klassenkampf eine Absage erteilt und die Gewerkschaften stellten die Arbeiter zum Ausgleich für einige sozialpolitische Zugeständnisse unter das Kommando des Kapitals.
Die Gewerkschaften hatten ihr Hauptziel erreicht, vom Sozialpartner Kapital anerkannt zu werden. Dafür gehörten sie zu den größten Gegnern der Räte, die sich nach der Revolution am 9. November 1918 überall in Deutschland spontan bildeten. Kaum waren diese auch mit Unterstützung der Freikorps blutig niedergeschlagen worden, wollte das Kapital auch von den Zugeständnissen nichts mehr wissen, die sie im Stinnes-Legien-Abkommen der vorrevolutionären Situation geschuldet noch machen mussten. Peter Nowak auf Telepolis

Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Staat feiern „100 Jahre Sozialpartnerschaft“ Von Wolfgang Weber 29. Oktober 2018

Am 16. Oktober fand im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums eine Veranstaltung ganz besonderer Art statt. Die Spitzen von Gewerkschaften und Unternehmerbänden feierten „100 Jahre Sozialpartnerschaft“. Die Festrede hielt der erste Repräsentant des Staates, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Eingeladen zu dem Festakt hatten Ingo Kramer, Präsident des Bunds Deutscher Arbeitgeber (BDA), und Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Unter den illustren Gästen saßen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die französische Arbeitsministerin Muriel Pénicaud.
Bemerkenswert ist vor allem das Datum, das die Veranstalter zum Ursprung der „Sozialpartnerschaft“ erklärten: das Stinnes-Legien-Abkommen vom 15. November 1918. Man hätte dafür auch etliche Ereignisse der Nachkriegszeit finden können. https://www.wsws.org/de/articles/2018/10/29/part-o29.html

100 Jahre „Stinnes-Legien-Abkommen“ – Eine traurige Veranstaltung von DGB und Arbeitgeberverbänden | Hermann Zoller | NachDenkSeiten-Podcast

youtu.be/XqejWa5u-Qg?a zum Nachhören

Gastkommentar von Prof. Albrecht Goeschel: „Sozialpartnerschaft“, „Parität“, „Solidarität“: Matrix-Parolen aus Angela Orwells Sozialstaat Prof. Albrecht Goeschel

„Sozialpartnerschaft“: Leitbild des kapitalistischen Sozialstaats

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Die Gelegenheit für diese Selbstentblößung der Gewerkschaften in Deutschland bietet die 100jährige Wiederkehr des so genannten „Stinnes-Legien“-Abkommens vom 15. November 1918. Dieser Vertrag zwischen Sozialdemokratie in Gestalt des späteren Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und Unternehmerverbänden beinhaltete den Schutz der Unternehmen vor Verstaatlichung für den Preis der Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartei. Es war dieses Bündnis, das die deutsche Arbeiterklasse nach der angeblichen „Revolution“ vom November 1918 wieder in den Schrebergarten des von der Sozialdemokratie als ihr Revier betrachteten Sozialversicherungsstaates pferchte.
Das 100jährige Jubiläum dieses nach dem Bauernkrieg und der Frankfurter Nationalversammlung erneute Ausbremsen einer fundamentalen Neuordnung in Deutschland wurde Mitte Oktober 2018 von der Unternehmerseite und von der Gewerkschaftsseite gemeinsam gebührend gefeiert – mit dem „Bundespräsidenten“ als Gast und passend im Berliner „Historischen Museum“. https://clausstille.com/2018/10/28/gastkommentar-von-prof-albrecht-goeschel-sozialpartnerschaft-paritaet-solidaritaet-matrix-parolen-aus-angela-orwells-sozialstaat/


Es-ging-um-Raete-als-Alternative-zur-buergerlichen-Demokratie

www.heise.de/tp/features/9-November-1918-Es-ging-um-Raete-als-Alternative-zur-buergerlichen-Demokratie-4217762.html

weitere Kommentare und Quellen

100 Jahre Stinnes-Legien-Abkommen [Rote Fahne

Das Stinnes-Legien-Abkommen von vor 100 Jahren ist kein Grund zum feiern. Es wurde kurz nach der Novemberrevolution geschlossen, um die Arbeiterklasse um die Früchte der Revolution zu bringen und die Herrschaft der Kapitalisten zu stabilisieren.

Diese revolutionäre Bewegung im Keim zu ersticken, war das gemeinsame Ziel von Stinnes und Legien und der zur Vertragsunterzeichnung nach Mülheim/Ruhr geeilten Konzern- und Gewerkschaftsführer.

Vor 100 Jahren wurden mit dem sogenannten Stinnes-Legien-Abkommen die Gewerkschaften und Unternehmerverbände gleichberechtigte Tarifpartner. DGB und @DieBDA begehen das Jubiläum gemeinsam am 16. Oktober im @DHMBerlin. #sozialpartner100 https://www.dgb.de/termine/++co++c9ce97e8-cded-11e8-87db-52540088cada

Revolution 2018 - Kardinal Faulhaber - http://joker-netz.raete-muenchen.de/Faulhaber_21.2.19:_%C3%84ngstlicher_Ohrenzeuge_des_Mordes_an_Kurt_Eisner

http://raete-muenchen.de/feinde-der-revolution-formieren-sich-thule-stinnes-legien