Monte Verità

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Zu den Anstößen, die aus dem Berg- und Wald-Hotel zwischen veganer Heilweise und Sonnenkultur, moderne Tanzstil-Entwicklung mehrerer Schulen bis Mary Wigman bis in die Feuilletons der deutschen Bühnen und Zeitungen wirkten, gibt es viele auch verschrobene und abfällige Berichte, am Direktesten schrieb Hermann Hesse nach seinem dortigen Alkohol-Entzug dazu,

die Diskussionen zur Freien Liebe, wie sie Fanny Reventlow und [Erich Mühsam]] zeitweise lebten, waren auch für viele Anarchisten, Linke, Kommunisten, Sozialdemokraten so undenkbar wie heute noch in den Kirchenkreisen ... und somit auch eine heftige Grundlage für Diffamierungen, während die Nacktheit der Tanzenden mit gierigem Blick hinter seidenem Schleier auch in den Großstädten des Reiches zu sehen wurde.

Otto Gross war als Freud-Schüler und Psychotherapeut mitten in diesem Geschehen, mit dem Vorwurf, das Gift für einen Selbstmord besorgt zu haben ...

Zum Berg der Wahrheit

Anarchie und Zusammenleben

Weiter-Wirken im Wandervogel

http://fairmuenchen.de/wandervogel Die Wandervogel-Bewegung vor hundert Jahren kann den Weg zu heutiger Demokratie-Vermittlung weisen

Hundert Jahre im Bewusstsein von Aufbruch und Selbstorganisation

Vor hundert Jahren? Da waren Kaiser und Könige, Adel und Leibeigenschaft, Dienstboten und Industrie-Arbeit, und das VATERland schlitterte in einen „schnellen“ Krieg gegen Frankreich, denn sie glaubten den Regierenden im August und September 1914: „Weihnachten sind wir wieder daheim!“

Hans Scholl und Alexander Schmorell: „Verschwiegene“ Mediziner, die Freiheits-Aktionen planen & Flugblätter verbreiten Eine andere üblich-üble Methode der Gestapo war es, die Jugendlichen zu Kommunisten abzustempeln und sie auf dieser Grundlage zu verfolgen. Als „Beweis“ dafür diente der in vielen Bünden der 1920er und frühen 30er Jahre verbreitete Russenkult.

Die Nachwirkungen des Wandervogel

Robert Jungk in der Humboldt-Uni

Am Tag nach dem Reichstagsbrand 28. Februar 1933 hatten die Nazis schon Plakate in der Humboldt-Uni aufgehängt, und Robert Jungk wurde erwischt, als er eines abriss und einsteckte. Festgenommen und zum Abtransport festgehalten, gelang es ihm, als einen Anwalt einen Freund anzurufen, der in SA- Uniform ankam und verkündete: „Um den werden WIR uns Kümmern“ und ihm damit zur Flucht verhalf.

Robert Jungk: Von der jüdischen Jugendbewegung zur Atomstaat-Kritik

befreiungsbewegung.fairmuenchen.de/robert-jungk-atomstaat-kritiker

Robert Jungk wurde 1913 in Berlin als Robert Baum geboren, die Eltern waren Schauspieler, die ihn auf ein Leben zwischen den Sicherheiten vorbereiteten, ein Freund des Vaters war der schon damals legendäre „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch, der ihm zum Vorbild wird.

Mit 9 Jahren stößt er auf der Straße auf einen besonders gekleideten Burschen und befragt ihn, kurz darauf landet auch er in der jüdisch-demokratischen Wandervogel-Gruppe, die mit Heimabenden, und jeden Sonntag mit einem Ausflug „ins Grüne“, ihre Liebe zur Natur pflegten, was auch heißt, trampen nach Gelegenheiten, die eigene Identität zwischen Anpassung und Aufbruch diskutieren.

weitere Seiten zum Thema

http://raete-muenchen.de/wie-entstand-der-gemeinsinn-in-der-raetezeit Der Erfolg des Krieges 1870/71 hatte in Deutschland eine Rüstungsindustrie stark werden lassen, die bis heute in allen internationalen Auswirkungen von Angriff, Flucht und Übergriff ihre Finger im Spiel hat.

In der Zeit des Europäischen Krieges (Franz Marc) hatten Adel und Militaristen die Interessen der Aufrüstung in die Monarchie getragen, ihr mögliche Gebiets-Erweiterungen ins Ohr geblasen. Die Geschäfte liefen … Millionen der jungen Männer wurden zu Helden, oder geopfert, „fielen“, starben, wurden verletzt, verreckten auf dem „Feld der Ehre“.


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