Kurt Eisner

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Der erste Ministerpräsident im Freistaat Bayern, / in der Republik Bayern / im Volksstaat Bayern, auch wenn heutige "Partei-Macht-Demokraten" meinen, er sei ja nicht "demokratisch" gewählt gewesen.

Eine Revolution war damals, zur Beendigung einer Monarchie und eines ewig nicht verendenden Krieges notwendig geworden, weil Adel und Minister nicht in der Lage waren, vor König und Kaiser endlich zu gestehen, wie sie mit ihren ewigen Siegesversprechen versagt hatten.

Kurt Eisner

mit Bildern auf http://raete-muenchen.de/kurt-eisner

Kurt Eisner: 1905 war er noch bei den Lebensreformenden am Monte Verita in der Schweiz, mit Freunden wie Gustav Landauer, der mit seinem „Aufruf zum Sozialismus“ als Literat und Übersetzer die damaligen anarchistischen Kommune- und Siedlungsprojekte begleitete und beforschte.

in der Schweiz war damals schon das freie Denken und die freie Rede zu Themen wie Sozialismus möglich, während im Kaiserreich die Gewerkschaften und sozialistische Organisationen kontrolliert und zensiert waren;

Eisner organisierte dann als Pazifist die Bewegungen gegen den Krieg, während seine SPD im Reichstag noch die Kriegskredite genehmigte, und die USPD begann, sich abzuspalten und Streiks gegen die Verlängerung des Krieges zu organisieren. 1918 im Februar im Gefängnis, nachdem er mit Sara Sonja Lerch die Rüstungsarbeiterinnen agitiert hatte, sie brachte sich dort um oder wurde umgebracht? Während der Streikwelle im Januar 1918 wurden zum ersten Mal in breiterem Umfang Arbeiterräte gewählt.

und am 7. November 1918,mit dem blinden Bauernführer Ludwig Gandorfer

als der Krieg der Adelskaste im königlich – kaiserlichen Militär zusammenbrach …

ein Jahr nach der russischen „Oktoberrevolution“ (nach russischem Kalender) führte er den blinden Bauernführer Ludwig Gandorfer (wikipedia) nicht nur auf der Friedensdemonstration, sondern auch zu den ersten Sitzungen des Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrates im mathäser und rief noch kurz vor Mitternacht im Landtag die Republik aus, der König war in der Nacht mit Familie über die umgepflügten Kartoffeläcker Richtung Österreich geflohen … Ludwig Gandorfer:

An der Seite des USPD-Landesvorsitzenden Kurt Eisner führte er trotz des Handikaps einer seit 1912 bestehenden Erblindung am 7. November 1918 den für die Ereignisse in Bayern revolutionsentscheidenden Demonstrationszug zu den Münchner Kasernen an.

Im unmittelbaren Anschluss an die Ausrufung der bayerischen Republik (7./8. November 1918) begann er im Auftrag Eisners, den Zentralbauernrat im Freistaat aufzubauen, verstarb jedoch bei einem Autounfall nur zwei Tage später. An seine Stelle als Vorsitzender dieses neuen Rätegremiums in Bayern – auch bezeichnet als Parlamentarischer Bauernrat – trat sein Bruder Karl Gandorfer, der führende Vertreter des revolutionären linken Flügels im Bayerischen Bauernbund (BBB).[1] er hatte Zensur erlebt

(wie wir heute wieder in München zu Veranstaltungen im [[http://www.Einewelthaus.de Einewelthaus)

www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB00013239

in Gesammelte Werke S. 176 zu lesen

Die Austrocknung des heiligen Geistes

ist die Abrechnung eines Autors und Redakteurs mit dem Pressewesen, die allerdings so nicht gedruckt werden durfte.

„Die Presse — das das war einmal der obligatorisch eingeführte heilige Geist, und außerdem der Kitt, …

Kurt Eisners Regierungsprogramm

München * Die von der Regierung des Volksstaates Bayern veröffentlichte Kundgebung trägt unverkennbar die schwärmerisch-idealistische Handschrift von Kurt Eisner.

Der Aufruf „An das bayerische Volk“ mit seinen konkreten Hinweisen wird von den Zeitgenossen „wegen der realistischen Zustandsbeschreibung und der Ausgewogenheit der darin angekündigten Maßnahmen“ als offizielles Regierungsprogramm verstanden und findet selbst bei der bürgerlichen Presse positive Aufnahme.

Darin wird einerseits

   die volle Freiheit der Religionsgesellschaften und die Ausübung ihres Kultus gewährleistet.
   Andererseits fordert Eisner die gleiche Freiheit für die Schule wie für die Kirche.
   Ein neues Volksschulgesetz mit fachmännischer Schulaufsicht wird darin angekündigt.
   Das bedeutet die Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht und damit die Ausschaltung des bisherigen starken kirchlichen Einflusses auf das Schulwesen.

Neu stellen sich auch die Fragen

   der staatlichen Alimentierung,
   der steuerlichen Behandlung und
   dem öffentlich-rechtlichen Charakter der Kirche sowie
   der Besetzung der Bischofsstühle und der Pfarreien. 


Von adeligem Halbjuden erschossen

denn die adelige militaristische Reaktion der sich degradiert fühlenden Offiziere traf sich auch in der geheimen Thule-Gesellschaft im Hotel Vier Jahreszeiten, wo Seybottendorf eine ganze Etage mieten konnte … Bevor Hitler kam

Der Mörder wurde dann vor einem reaktionären bayrischen Gericht eher belobigt … und bekam Festungshaft und später eine deutsche Karriere.

www.chiemgau24.de/chiemgau/vereine-und-parteien/809738-pressemitteilung-vereine-parteien-1114-1817379-6978034.html

Eisner und Lenin

Die Verbindung Eisner-Lenin wurde in der Propaganda der Zeit währen und nach der Räterepublik in Bayern natürlich negativ benannt, aber die geistige Verbindung der sozialistischen Ideen wurde nicht weitergegeben.

Sie blieb nach dem Zusammenbruch der II. Internationale durch die Kriegskredite der jeweiligen nationalen Sozialdemokraten erhalten, den Lenin nach der Zustimmung der Reichstags-SPD zu den Kriegskrediten in allen europäischen Ländern sah.

Kurt Eisner hatte die russische „Oktober-Revolution“ genau verfolgt, ein Jahr später plante er zum gleichen Termin die bayrische Revolution, und wurde dabei von manchen (wie dem sozialpolitisch engagierten Anwalt und Juristen Philipp Loewenfeld) nicht ernst genommen, die Lenins Arbeiten und Ideen nicht studiert hatten.

Eine weit voraus schauende Schrift von Lenin, die sehr gut die heutigen Kapital-Verhältnisse wie Panama und die aktuellen Kriege voraus sah:

   „Die Welt ist in ein Häuflein Wucherstaaten und in eine ungeheure Mehrheit von Schuldnerstaaten gespalten.“[31]
   Der „Rentnerstaat“ widerspiegelt sich in den sozialpolitischen Verhältnissen dieser Länder wie in der Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei Hauptströmungen. Die Erzielung von Monopolprofiten ermöglicht die „Bestechung“ der unteren Klassen in den Rentnerstaaten.[32] Opportunismus und die imperialistische Ideologie dringen dadurch auch in der Arbeiterklasse ein. W.I.Lenin wikipedia.org/…/ Der_Imperialismus_als_höchstes_Stadium_des_Kapitalismus

Reise Lenins „im plombierten Wagen“

de.wikipedia.org/wiki/Reise_Lenins_im_plombierten_Wagen

am 9.-16.April 2017 (dann Palmsonntag bis Ostersonntag) die Reise in Episoden auf verschiedenen Kanälen (Fest am 11.6. in der Zona Libre, am 12.6. Gegensprechanlage auf Radio Lora München) und einen gottlosen Schokohasen-Karfreitag einbinden?

   Aprilthesen ist die kurze Bezeichnung des politischen Programms, das Lenin im April 1917 – unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Exil in der Schweiz – öffentlich vorstellte. Darin kritisierte er unter anderem die Provisorische Regierung wegen ihrer kapitalistischen Ausrichtung und forderte die Errichtung einer Republik auf Basis der Sowjets, eine Verstaatlichung des Bodens und der Produktionsmittel, sowie den bedingungslosen Friedensschluss mit Deutschland (den er später trotz des starken Widerstands durchsetzen konnte, siehe Friedensvertrag von Brest-Litowsk).
       Alle Macht den Sowjets
       Beendigung des Krieges
       Enteignung des Großgrundbesitzes und sofortige Landaufteilung (Alles Land den Bauern)
       Kontrolle der Arbeiter über die Industrie
       Verstaatlichung der Banken
       Errichtung einer Sowjetrepublik
       Sturz der Provisorischen Regierung
       Gründung einer revolutionären Internationale
       Agitation und Aufklärung der Massen und Gewinnung einer bolschewistischen Mehrheit in den Räten
   Die Parole lautete fortan Friede – Freiheit, Land und Brot!

Friede – Freiheit, Land und Brot!

Kurt Eisner war bei etlichen sozialistischen Kongressen, auch bei Friedens-Gesprächen, wo er sicher mehr in den breiten Diskussionen verankert war,

sein radikalerer Gegenspieler Erich Mühsam kannte Entsprechendes wohl mehr aus Berichten und Zeitschriften, die Auseinandersetzung darstellen: Eisner als Ministerpräsident, Erich Mühsam als Räte-Mitglied (was er aber erst nach Eisners Ermordung geworden war)

Vorgeschichte zum Matrosenaufstand

Indem die Seekriegsleitung mit dem Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918 im Sinne eines „ehrenvollen Untergangs“ die bisher vermiedene Entscheidungsschlacht mit der Grand Fleet suchte, weckte sie den Widerstand von Matrosen, die in wachsender Zahl den Befehl verweigerten und als Folge die Novemberrevolution auslösten. Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft. Die Friedensbedingungen wurden in den Jahren 1919 bis 1923 in den Pariser Vorortverträgen geregelt.

de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg

100 Tage Regierung Eisner und ein Schuß ins Genick

mit Bildern auf http://raete-muenchen.de/100-tage-regierung-eisner-und-ein-schuss-ins-genick

Den Rücktritt in der Tasche, hatte er sich mit der Aufdeckung der deutschen Kriegsschuld bei der Reaktion, der schwarz-braunen Macht von Adel, Kirchen und Militarismus aber so verhasst gemacht, dass sie hetzten, vereinbarten, ihn zu ermorden.

Wie jedes Jahr, Sonntag, 21.2.16 um 11h Kranzniederlegung in der Faulhaber-Straße

Heinrich Mann, der gesagt hatte: „Die 100 Tage der Regierung Eisner haben mehr Ideen, mehr Freuden, mehr Vernunft und mehr Belebung der Geister gebracht, als die 50 Jahre vorher.“[15]

www.grin.com/de/e-book/7234/das-kurt-eisner-denkmal-in-der-kardinal-faulhaber-strasse-in-muenchen

In den Wochen vorher die Ermordungen in Berlin: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und viele weitere, durch Offiziere.

In den Monaten danach die Räte-Regierungen in München und die SPD-Regierung in Bamberg, deren Befürwortung eines Einmarsches in München …Eisner-Domblick schmal

ab Mai viele Tote und ein „Standrecht“, das kein Recht war: Niederschießen von allen halbwegs verdächtigen wie einer Theatergruppe von Kolpingbrüdern am Obelisken-Platz und von einem evangelischen Pfarrer denunzierten Perlacher Burschen und Handwerkern im Hofbräukeller …

und entsprechend unrechte Rechtssprechung, die von Graf Arco bis Hitler parteiisch war.

Ein Platz für Kurt Eisner

Die Fraktionen des Rathauses haben die Gelegenheit, die Umbenennung des Marien-losen Marienhofes (man hatte zu historischen Zeiten nach der Zerstörung der dortigen Synagoge eine Marienkapelle dort errichtet) vorzubereiten, die einzig ein paar neue Schilder kostet, denn der Platz oder Hof ist keine Postadresse.

Von einem Anarchisten erschossen?

Die kleine Geschichtsklitterung der Stadtführerin heute am Denkmal macht klar, wie die alte Propaganda der Nazis zu der Zeit und der schlechte Geschichtsunterricht wirkt. Seit fast hundert Jahren erzählen spießige Loden-Damen (und fröhliche junge Amerikaner), nun als kunstgeschichtliche Stadtführerin, solche Scheiße, weil sie keine Ahnung haben, aber Schubladen.

Es gibt keine rechten Anarchisten. DAS sind Terroristen.

Thule-Gesellschaft, 1918-1933

www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Thule-Gesellschaft,_1918-1933

Rudolf von Sebottendorf, Bevor Hitler kam. Urkundliches aus der Frühzeit der nationalsozialistischen Bewegung, Titelblatt der 2. Auflage, München 1934.

Todesanzeige der Thule-Gesellschaft für ihre im Luitpold-Gymnasium erschossenen Mitglieder, Bayerische Staatszeitung vom 8. Mai 1919.

von Hermann Gilbhard

Bayerische Tarnorganisation, hervorgegangen im August 1918 aus dem Germanenorden. Unter der Leitung von Rudolf von Sebottendorff (1875-1945) wurde sie nach dem Sturz der Monarchie 1918 zur wichtigsten gegenrevolutionären Kraft in München und entwickelte sich weiter zur zentralen Wegbereiterin der nationalsozialistischen Bewegung.

Ihr Symbol war das Hakenkreuz hinter einem senkrecht stehenden, blanken Schwert, ihr Gruß „Sieg und Heil“. Presseorgan der Thule-Gesellschaft war der Münchener Beobachter. Bis Mitte der 1920er Jahre verlor die Thule-Gesellschaft stark an Bedeutung, 1930 wurde sie aus dem Vereinsregister gelöscht. Mehrere Neugründungsversuche, zuletzt 1933, blieben erfolglos. WEITERLESEN

Graf Arco hatte, schreibt Erich Mühsam in der Weltbühne, den SPD-Minister Auer in der Regierung Eisner, noch zu Weihnachten zum Essen beim Leibregiment eingeladen, Mühsam verlangte die Entfernung des hetzenden Ministers aus dem Kabinett. https://ia802705.us.archive.org/24/items/DieWeltbhne25-11929/DieWeltbhne25-11929.pdf

Vortrag im NS-DokuZentrum am 16. März 2016 um 19.30 Hermann Gilbhard: Die Thule-Gesellschaft Vom okkulten Mummenschanz zum Hakenkreuz, München 2. Auflage 2015

eine Zusammenarbeit des Archiv der Münchner Arbeiterbewegung mit dem NS-Dokumentationszentrum

Rudi Egelhofer kam nach Hause …

Seine Geschichte, sein Grab, der Matrosen-Aufstand, von den Dolchstoß-Legenden befreit, ist neu zu erzählen: Die Thule-Gesellschaft hatte die Unterschrift des Stadtkommandanten als Stempel geklaut … adelig-militärisch motivierte Gegenrevolution hinter dem Eisner-Mord und Graf Arco in Verbindung mit Minister Auer in der SPD? Zu Weihnachten beim Essen bei Auer …

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