Interkulturelle Kommunikation

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Wenn sich ein Allgäuer und ein Niederbayer kennen lernen, beginnt ein interkultureller Prozeß. Der Allgäuer hat seine Hintergründe, und der Niederbayer hat ganz andere Hintergründigkeiten, bis Passau hinunter.

Wenn fränkische Bäuerinnen eine Begegnung mit bolivianischen Bäuerinnen haben, braucht es natürlich mehr Sprach-Übersetzung, aber die Kommunikation geschieht in ähnlicher weise: Wie macht ihr dieses, wie halten wir jenes.

Beide Begegnungen können gelingen, wenn die Umstände "stimmen", wenn die Stimmung eine gute ist: Alles geht schief, wenn wir den Eindruck haben, bedroht, beklaut, betrogen zu werden.

Sobald die Übersetzung nötig wird, schleichen sich leichter Fehler ein, und mal sind es unsere Sprach-Verständnisse, mal unsere Weltsichten.

Wenn jetzt so viele nicht-religiöse Menschen Angst vor islamischen Menschen haben, kommt ein fehlender Erfahrungs-Horizont dazu: Gläubig sind sie beide, der Eine mehr seiner Angst, der andere seinem Schicksal. Aber darüber reden lernen?

Interkulturelle Kommunikation haben wir schon seit Jahrzehnten mit dem **Forumtheater** gestaltet, und im einfachen Spielen von Alltags-Konflikten mit Jugendlichen, Kindern und Eltern die Basis für gemeinsames Verstehen, für Umgangsregeln und Kultur-Hintergründe gestaltet.

Ob im bosnischen Flüchtlingslage in Kroatien mit Jugendlichen und Frauen, ob in Fortbildungen und im Schul-Kontext von Gewalt und Mobbing, auf der Bühne bei Festivals oder auf Tagungen: Die Begeisterung ist groß. Die Verankerung in den Bildungseinrichtungen, bei Trägern und Finanziers hing aber immer an mutigen Akademie- und Einrichtungs-Leitenden, und die sind weniger geworden.

Gute Arbeit lässt sich nicht nebenbei, billig und gelegentlich machen, der damals hoffnungsfrohe Beruf der TheaterpädagogInnen ist nur begrenzt zu empfehlen: Hohe Erwartungen und noch höhere Belastungen, finanzielle Ausrichtungen der Theater und begrenzte Honorarsätze der Akademien, zwischen dem Allerlei der Anforderungen von Bürokratie und Tagungsabläufen.

Interkulturelle Arbeit könnte weit mehr

Kommunikations-Qualität

Elemente, die eine gestalttherapeutisch/gestaltpädagogisch basierte Kommunikation auszeichnen:

   Zuhören
   Bemühen, den Anderen emotional zu verstehen
   Bemühen, den Anderen inhaltlich zu verstehen 
   - im Zweifel Nachfragen und nicht automatisch eine negative Deutung erfinden
   Bewusstheit für Gemeinsames erhalten
   Trennendes als Differenzierung und nicht als Streitfundament verstehen
   Bewusstheit über eigene Emotionen und Körperwahrnehmung während der Kommunikation 
   - und deren laufende Veränderungen
   Kommunikation als Begegnung verstehen und nicht als Kampf

Werte-Kommunikation mit Szenen

Am Einfachsten ist es, davon auszugehen, dass alle einen Wertekanon des Abendlandes teilen. So hilft sich manche Politik.

Motivierend für gemeinschaftliche Arbeit ist die Auseinandersetzung mit den eigenen, tatsächlichen Idealen, Werten und Wünschen, um die Grundlagen unserer Entscheidungen zu kennen.

Visisons-Theater bringt die Vorstellungen der Mitarbeitenden in Szene und Zukunft Radiosendung zu partizipativen Veränderungsprozessen am Mi 9.10. ab 21 Uhr in der Gegensprechanlage auf www.lora924.de und Einstiegs-Seminar am Do 24.10. ab 19 Uhr in der hozoFactory zur Corporate Transformation

Der Vierklang der Wertepädagogik - Du bist wertvoll

Wer den Begriff Wertekommunikation im Munde führt, betont den diskursiven Austausch über individuelle und gesellschaftliche Werte


gelegentlich.

Zu Geschichtsarbeit, zu Sexualpädagogik, zu Gender-Gerechtigkeit, in Kosova, Berufsvorbereitung