Forumtheater in der OE

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Beim OE-Tag 2013 in Berlin

Forumtheater stellt offene Aufgaben vor ein Publikum

Theater diente schon bei den Griechen für die Klärung der Werte in der Gesellschaft und stellte im Dilemma der Heldinnen und Helden die Auseinandersetzung dazu dar. Wo kommt unsere Unternehmens-Kultur noch aus dem Militär und wo haben wir schon die motivierende Beteiligung aller Mitwirkenden?

Aus den Versuchen Bert Brechts, ein dialogisches Theater zu entwickeln, entstand in Brasilien das Forumtheater und das Legislatives Theater Legislative Theater. Ein Joker stellt unterbrochene Situationen dem Publikum vor, das verschiedene Lösungsversuche im Weiter-Spiel der Szene findet.

Forumtheater in der Organisationsentwicklung

Fritz Letsch lernte bei Augusto Boal, das Forumtheater in den verschiedensten Lebensbereichen einzusetzen. Alle menschen-gemachten Situationen sind auch veränderlich und können gemeinschaftliche Neuordnung finden.

In Bildern austauschen

Bevor wir lange über die Geschichte und Wirkungen einer Situation austauschen, können wir schnell in einem Bild eine Schlüsselsituation darstellen. In Haltungen und Konflikten bilden wir jedes Thema ab, das uns Unbehagen bereitet und stellen es (durch Stellvertretende) andern vor.

Situationen andeuten, erforschen, besprechen

Bilder der zu verändernden Situation den anderen vorstellen Die Kräfte und Punkte der Veränderungsbereitschaft erkennen

Kodierung - Dekodierung

In Sprache umsetzen, was als Bild schnell verfliegen würde Sicherheit im Verständnis durch Schlüsselbegriffe

Szenen der Ratlosigkeit

Von der kleinen Gruppe in das große Publikum:Der Joker gestaltet den Dialog Aktivierung und unsere Angst, "das Gesicht zu verlieren" - der Mut zur Tat

Lösungen aus dem Publikum

Verschiedene Varianten zeigen differenzierte Denkrichtungen Die Lösungen der Beteiligten entstehen durch deren Lösung von der alten Situation und aus einer Bereitschaft, Neues zuzulassen.

Fritz Letsch ist freiberuflicher Theaterpädagoge und Gestalt-Therapeut, gestaltet gerne Konzepte der Entwicklungsarbeit, moderiert Zukunftswerkstätten und Beteiligung.

weitere zusammenhängende Themen:

Community Organizing als Umfeld-Arbeit für öffentliche und soziale Einrichtungen, Corporate Community Development zur wirtschaftlichen Strukturentwicklung in Gemeinden und Regionen Community Building als Grundlagen-Arbeit für Gruppen in Bewegungen, Nachbarschaften und Projekten

Gemeinnützige Organisationsentwicklung:

Regionale Ökonomie, Gemeinwesenökonomie

Wenn das System der Banken, das sich nun in vielen Bereichen als durchgehend korrupt bis in die Zinsmanipulationen herausstellt, und keine Moral zeigt, auch nicht vor Landraub und Lebensmittelspekulation mit dem Hunger, dann sich selbst zerstört und zusammenbricht, brauchen wir ein eigenes Verrechnungssystem, das für unser eigenes Wirtschaften weiterlebt.

Der Entwurf der Gemeinwesenökonomie aus der österreichischen attac-Linie bringt auch Konzepte für Banken, die zusammen mit den regionalen Betrieben die Verantwortung für die Zukunft ihrer Region übernehmen. Tauschringe sind in Griechenland schon als Lösung der regionalen Wirtschaft enorm im Wachsen, in der Münchner Region ist die REWIG im Wachsen.

community-building - community-development - und OE:

Das Community Organzing von Saul Alinsky entwickelte sich in den letzten Jahren weiter und bezog die wirtschaftlichen Seiten der Umgebung ein: Nicht nur die kleinen Geschäftsleute, die bisher schon angesprochen wurden, auch die großen Firmen, die ein Interesse an einem florierenden Standort haben, wozu auch Kindertagesstätten und Schulen, Bibliotheken und qualifizierte Freizeitangebote gehören.

In intensiven Interviews werden alle Interessierten zum Gespräch über ihren Stadtteil eingeladen - und die Ergebnisse zusammengetragen. Dafür braucht es ein paar Profis, die den Start mit interessierten Partnern vorbereiten.

Die Qualität der Arbeit und die Lebensqualität im Stadtviertel Neue Fähigkeiten der Mitarbeitenden freilegen Freizeit-Engagement auf höchstem Niveau ansiedeln: Personal-und Stadtteil-Entwicklung

Gegenseitige Interviews zum jeweiligen Stadtteil-Leben Auswertung in wichtigsten Stichworten und Umwandlung in Szenen Generalisieren und identifizieren möglicher Akteure

Der 5.OE-Tag am 25. Mai 2012 in der GLS Sprachenschule Prenzlauer Berg

Kultur - was hält eine Organisation zusammen? Die Postmoderne macht alles möglich: sich wandelnde Identitäten, gemischte Kulturen, übergreifende Netzwerke - aber stimmt das wirklich? Schließlich ist nichts so schwer zu ändern wie eine lieb gewordene Gewohnheit. Wir machen uns auf und erforschen die Bedeutung unserer Kulturen für die Organisationsentwicklung. Wie wirkt Organisationskultur und wie kann der Wandel in gemeinnützigen Organisationen begleitet werden?

Zum Einstieg freuen wir uns auf ein Gespräch über Kultur und Organisationsentwicklung zwischen Marianne Birthler und Dr. Wolfgang Loos. Es folgt ein intensives Programm mit Workshops, Thementischen und Foren, die auch am 5. oe-tag wieder einen fruchtbaren Austausch versprechen! http://www.oe-tag.de Unternehmenstheater ist der Sammelbegriff für verschiedene Methoden, Theater in Betrieben und Unternehmen, für und mit den Mitarbeitenden einzusetzen. Erste Festivals gab es in Deutschland unter dem Titel "Business goes Theater" 1997 und 1998 in Hof.

Einfache Anwendungsformen sind Vorstellungen von professionellen SchauspielerInnen für die Belegschaft, die als Event oder zur Motivation und zur Unterhaltung vorbereitet sind. Zwischen Kabarett und musikalischer Unterhaltung sind hier alle Formen möglich. Qualifizierte Formen werden gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Unternehmen entwickelt und sind genau auf ihre Arbeitssituationen und die aktuelle Entwicklung und Veränderung im Betrieb abgestimmt. Dabei können schon Übergänge von der Zuschauer-Rolle zur Mitwirkung geschaffen werden. Hier sind auch manche der sehr gebräuchlichen Improvisationstheater anzusiedeln.

Trainingsorientierte Formen bringen die Mitarbeitenden der Betriebe selbst zur Inszenierung und manchmal auch zur Vorstellung ihrer zu verändernden Situationen und Arbeitsbedingungen. Dabei werden Theater-Methoden zum Training für zukünftiges Handeln, auch in brisanten Konfliktsituationen. Da diese Szenen oft nur für internes Publikum gespielt werden, ist diese Arbeitsweise in der Theaterwissenschaft nicht sehr bekannt.

Im Kollegenkreis des Forumtheater wurde gelegentlich der Einsatz in der Team-Bildung mit alt-Linken Positionen des Profit-Unternehmers mit gewinnsteigernder musikalischer Arbeitsplatz-Gestaltung diffamiert, weil keine Grundlagen zur Beteiligungs-Kommunikation bekannt waren.

Arbeitsweisen und Ziele

Mit trainingsorientiertem Unternehmenstheater kann eine Problemstellung der Teilnehmenden - von diesen ausgesprochen und ins Bild gebracht - von ihnen selbst durch das Spiel der anderen distanziert - durch das identifizierende Handeln des Publikums verändert werden. Übergänge gibt es hier zu den Beratungsmethoden der Unternehmens-Aufstellung (Arbeitsabläufe bis Zusammenarbeit) und der partizipativen Personalentwicklung, die allerdings nur in Unternehmen mit flacher Hierarchie durchführbar sind. Umstrittene Methoden arbeiten mit psychologischen Deutungen und pauschalierenden Persönlichkeitsmustern, die zwar manchen PersonalentwicklerInnen entgegenkommen, aber von den Mitarbeitenden eher kritisch aufgenommen werden.

Literatur

Unternehmenstheater (Schreyögg/ Dabitz) erste Theorie, Wiesbaden ca 1998 Unternehmenstheater in der Praxis, Veränderungsprozesse mit Theater gestalten, ein Sachroman (Peter Flume / Karin Hirschfeld / Christian Hoffmann) viele differenzierte Praxisbeschreibungen Wiesbaden 2001 ISBN 3409116303 Mein Beitrag zum Sachroman: Workshops in der Firma Rosenstahl

Weblinks

Die Ausrichter der ersten Festivals trainingsorientierter Einsatz

Von [http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmenstheater“Kategorie: Theaterwissenschaft Mein Beitrag 11. Feb. 2006 auf Wikipedia


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