Fischer-Kontroverse

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Das Verenden des Krieges:

Nach U-Boot-Angriffen auf amerikanische Schiffe greifen die USA auf der französischen Seite und auf Hoher See ein:

Hohe Verluste werden König und Kaiser und der Bevölkerung zuerst noch feige verschwiegen, bis sich die Idee durchsetzt, jetzt das Parlament mehr zu beteiligen, um die Monarchie zu schützen und den Parteien und Pazifisten die Schuld am verlorenen Krieg zu zu schieben. Die Lüge wirkt bis heute

Bis 1962 redeten die Historiker nicht mehr kritisch darüber, wiederholten die alten Floskeln der Nazis.

Genauer genommen waren es weitgehend die selben Personen, die im "3.Reich" diese Propaganda-Geschichten auf Wunsch erzählt hatten. 1961 erdreistete sich ein Hamburger Historiker, die Zunft heraus zu fordern ...

Als Fischer-Kontroverse

bezeichnet man einen von 1959 bis etwa 1985 – im engeren Sinne von 1962 bis 1970/71 – anhaltenden Streit in der westdeutschen und ausländischen Geschichtswissenschaft zur politischen Strategie des Deutschen Kaiserreichs vor und im Ersten Weltkrieg, der deutschen Verantwortung für den Kriegsausbruch 1914 und dem Problem der langfristigen Kontinuität deutscher Hegemonialpolitik.

Sie entstand durch Forschungen des Hamburger Historikers Fritz Fischer (Historiker), vor allem durch sein 1961 erschienenes Buch Griff nach der Weltmacht. Die Kontroverse hatte eine enorme erinnerungs- und geschichtspolitische Bedeutung und wurde in ihrer Hochphase auch von der wissenschaftsexternen Publizistik intensiv begleitet. Auf der Seite der Gegner Fischers intervenierten dabei wiederholt einflussreiche Politiker, darunter Bundeskanzler Ludwig Erhard, Franz Josef Strauß und Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier.

Der umstrittene Gegenstand wurde als Kriegsschuldfrage schon in der Zeit der Weimarer Republik unter apologetischen und propagandistischen Vorzeichen debattiert, trat aber nach 1945 zunächst zurück. Fischers Buch führte zu einer erneuten Debatte. Die Kontroverse veränderte nachhaltig die historische Beurteilung der Kriegsursachen von 1914 und die Forschungsschwerpunkte und -methoden zum Ersten Weltkrieg. Sie gilt daher neben dem 1986 entbrannten bundesdeutschen „Historikerstreit“ als wichtigste geschichtswissenschaftliche Debatte in der Bundesrepublik Deutschland.

Volker Ullrich (Historiker) schrieb dazu 1999 in der ZEIT: |Es [das Buch] beseitigte die nationalkonservative Deutungshoheit, führte die deutsche Geschichtswissenschaft an die internationale Forschung heran und gab ihr neue Fragen auf, unter anderem die nach der Kontinuität der Eliten zwischen Kaiserreich und ‚Drittem Reich‘. Volker Ullrich: www.zeit.de Griff nach der Wahrheit. Zum Tod des Hamburger Historikers Fritz Fischer. In: Zeit-Online vom 9. Dezember 1999.

Quellen

John C. G. Röhl schrieb 2011 in der WELT, Fischers Thesen seien unter Historikern immer noch umstritten. ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Fischer-Kontroverse - dort auch ausführlicher Hintergrund und Diskussion

Die Fischer-Kontroverse hat sich noch nicht in allen Ländern in die Geschichtsbücher und Lehrer-Aus- und Fortbildungen durchgesetzt, und die Nicht-Verarbeitung der Grundlagen des Faschismus in Deutschland wirkt noch weiter.

Hitler konnte dann später durch die Bezeichnungen "Schand-Vertrag von Versailles" und durch das Vermeiden der Hinweise auf die kaiserliche Kriegstreiberei die verletzte Scham des deutschen Volkes in die Opfer-Haltung bringen ...

Fritz Fischers "Griff nach der Weltmacht" - Docupedia: „An das gute Gewissen der Deutschen ist eine Mine gelegt“. Fritz Fischer und die Kontinuitäten deutscher Geschichte docupedia.de/zg/Fischer,_Griff_nach_der_Weltmacht

Expansive, um nicht zu sagen annexionistische Kriegsziele wurden zwischen 1914 und 1918 „nicht nur von den Gruppen der Alldeutschen und der dritten OHL [Obersten Heeresleitung] unter Ludendorff propagiert, sondern von einer breiten Front vertreten, die von dem alldeutschen Flügel der Konservativen über National-Liberale, Zentrum und Freisinn bis zu dem rechten Flügel der SPD reichte”.[3]

und heute?

ALLE, die wir mit den Themen konfrontierten, fingen an, um ihre Geschichts-Unterricht-Erlebnisse oder besser gesagt Nerv-Tötungen zu rudern: In jungen Jahren erschlagen von politischen Informationen, die selbst den Geschichts-Lehrenden zu komplex, verworren und verschwiemelt waren.

Falls ihr Zugang zu aktuellen Schulbüchern habt: Schaut bitte nach, was ihr davon begreift, redet mit den Schülern darüber, was sie verstehen, und versucht, die Themen den Lehrkräften, Schulleitungen und Elternbeiräten und dem Kultusministerium vorzulegen: Bayern und Deutschland sind wohl immer noch nicht zur klaren Wahrheit bereit?

Imperialismus, Kolonialismus und Mission waren schöne Umschreibungen, und mit unseren Kolonien und den schrecklichen Völkermorden hat sich die Bundesregierung so wenig ausgesöhnt wie mit dem widerständigen Griechenland, das im 2. Weltkrieg ausgeplündert und zerstört werden sollte.

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