Eltern und Gemeinden im Gespräch

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Elternabende

In der Schule ist die Umgangsform ab der 5. und 6. Klasse unter den Lehrkräften und mit den Eltern abzusprechen, die biologische Information in Umgangs- und Verhaltensformen einzuordnen und ein Lebensbild mit eigenen Werten zu entwickeln.

In der Berufsschule und in Runden mit Geflüchteten folgen wir ähnlichen Konzepten, die nach Interessen und Wünschen angepasst werden.

In der Arbeit mit Geflüchteten und Migranten-Familien kommen die religiösen Grundlagen als notwendige Gesprächs-Basis dazu, dabei kann es hilfreich sein, von den Interessierten die zuständigen Autoritäten einladen zu lassen.

Programm

"Sexualkunde an bayrischen Schulen – Was lernt mein Kind und wann?"

Ein Elternabend kann weitgehend dem Vorgehen in den Schulen folgen, und ist durchgehend - wie im Gespräch in der Schüler-Runde - für Fragen offen. Meine Arbeitsweise wäre, wie auch in der Schule oder im Gespräch mit Geflüchteten, im Kreis zu sitzen, unsere Moosgummi-Modelle in der Mitte, und eine Schülerfragen Auswahl ... Um das Programm auf die Themen der SchülerInnen abzustimmen, bitten wir die Schul-SozialarbeiterInnen oder Lehrkräfte um eine anonyme Abfrage der Fragen der SchülerInnen. 1. Runde: 6. Klassen, 12jährige, zum Teil noch Kinder, zum Teil schon gereifte Schönheiten, 2. Runde: 8. Klassen, 14jährig, Pubertät und noch größere Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen 3. Runde: Berufsschule 16-27jährig, je nach Berufen 4. Runde: Geflüchtete junge Männer in Groß-Unterkunft, möglicherweise mit Dolmetscher 5. Runde: Eltern mit Kindern, Mitarbeitende in Beratung und aus Helferkreisen, Begleitende

Schrittweise werden die Elemente der Aufklärung mit Vorstellungsrunde, Krabbelkorb, Einführungs-Gesprächen und Mitwirkungsmöglichkeiten verwoben ... Immer enthalten sind, was später in der Reflexion ausgewertet wird:

   Grundlagen der Sexualpädagogik: Lehrplan und anbietende Beratungsstellen, Einrichtungen und Verbände
   Alters-gerechtes Vorgehen, Vorgespräche in der Schul-Sozialarbeit / mit Fachlehrern, Nach-Gespräche
   Grundsätze der Arbeitsrunden: Freiwillig, Vertraulich, Grenzen wahrend
   Biologische Grundlagen der Entwicklung in getrennten Gruppen
   Fragen der Kinder und Jugendlichen, vorher gesammelt (Jungs / Mädchen)
   Angemessene Hinweise zur Verhütung, Methoden und Wirkungen, HIV und sexuell übertragbare Krankheiten


Möglichkeiten bei Fragestellungen, www.zanzu.de ist die Plattform in vielen Sprachen zu den Grundinformationen der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung BZGAderen Hefte wir auch mitbringen / die in den Schulen bestellt und verteilt werden. Beratungsstellen Donum Vitae und die DONUM VITAE Online-Beratung


"Partnerschaft/ Ehe/ Familienplanung in Deutschland – anders als in meinem Land?"

In Bayern haben wir sehr verschiedene Kulturen, die sich zur Zeit, außer in charmanten Kreisen, eher auseinander bewegen:

   Fortschrittliche, die an den Menschenrechten und der Gleichberechtigung von Mann und Frau orientiert sind,
   Konservative, die eine langsame Entwicklung wollen und in den alten Familien-Rollen von Ehe, Mann und Frau denken wollen
   Reaktionäre, die zurück in die Vergangenheit wollen, und über die anderen Lügen verbreiten, von Frühsexualisierung reden ...


Sexualpädagogik und Schwangeren-Beratung haben die Ziele, alle Beteiligten ins Gespräch zu bekommen und zu ihren eigenen Entscheidungen, auf dem Hintergrund ihres Gewissens und ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit. Unsere Kultur hat leider wenig angenehmen gepflegten oder poetischen Sprach-Schatz für die Dinge um die Liebe, und viele Geschäfte mischen sich sich ein: Um Aussehen, Kleidung, Pornografie und Träume, die käuflich scheinen.

In der Hochschule

kann die Arbeit in zwei oder drei Schleifen stattfinden, je nach Interesse der Teilnehmenden: Früheres Gehen ist jederzeit möglich.

Rollen der Teilnehmenden und Erleben

von Anfang an verschiedene Rollen, als virtuelle Teilnehmende und als Beobachtende mit Aufgaben, um verschiedene Reflexions-Ebenen zu sichern: Teilnehmer-Kreis in der Mitte, der von der 6. Klasse mit verschiedenen Rollen bis zur Gruppe der Geflüchteten und teil-migrantische Eltern "heranreift". Zwischen einzelnen Einheiten Reflexionen und Möglichkeit für pädagogische und Verständnis-Fragen.

Sexualpädagogik mit Geflüchteten

Der Einstieg geht bei vollkommen offener Teilnahme an Anzahl und Verpflichtung, in einem großen "Rondell", wenn das irgend wo möglich ist, ein zentraler Kreis und gelegentlich Zuhörende außen,

wenn es ein zwei-teiliges "Seminar" sein soll:

Im ersten Teil die Paradigmen klären und nach einem ersten "Einstieg erleben" in Arbeitsgruppen die eigenen Anteile und Fragen, Befürchtungen und notwendige Vorbereitungs-Schritte besprechen und skizzieren, dann kämen die " 3 Schleifen" als Erleben sexualpädagogischer Arbeit und Reflexion dazu, Grundwissen zu den derzeitigen Lebens-Umständen der Geflüchteten sammeln, in einem abschließenden "wilden Geschehen" mit mehreren gleichzeitigen Aufgaben zu Arbeits-Partnerschaften zu dritt zusammen finden und eine Zwischen-Auswertung zusammenstellen.

Im zweiten Teil eine Gruppe, die intensiver einsteigt und mit Forum-Theater-Elementen die Erlebnisse des vergangenen Tages und - so weit vorhanden - eigene Erfahrungen der Arbeit mit Geflüchteten reflektiert: Perspektiven und Positionen, auch alle politischen Anliegen und Befürchtungen und kulturellen Paradigmen: Aufklärung, Bibel und Koran, aufgeklärte Kulturen und Menschenrechte, Glaube Hoffnung und Liebe, Sexualitäten und Identitäten, Biologie und Medizin, befreiende Pädagogik und politische Entwicklungen ... und die Lebens-Perspektiven der Geflüchteten als Familien mit Kindern, als Minderjährige, als Alleinstehende und als Paare.

1. Schleife: Der "normale Ablauf"

Die Teilnehmenden werden in die Situation der Geflüchteten oder Schüler versetzt, in ihre Teilnehmenden -Rolle eingeführt, entsprechend noch einmal begrüßt und auf den möglichen ersten Ablauf eingestimmt. Ein Teil der Gruppe kann auch als "unsichtbare Beobachtende" im Hintergrund landen. Sie können Nach-Kommende informieren.

2. Schleife: Austausch und Reflexion

Entzauberung und zurück-versetzen in die Studien-Situation der Studierenden Anmerkungen zum Ablauf von der Teilnehmenden-Gruppe / von den Beobachtenden, Sicht von Mann und Frau, Fragen zu Ablauf, Methoden, Erfahrungen / mögliche persönliche Fragestellungen

3. Schleife: Theorie zur Aufklärungs-Arbeit

Reden über ein Tabu, Annäherungen an die Worte Beteiligung der Teilnehmenden, Einrichtungen und Kollegium Politischer und rechtlicher Rahmen, gesellschaftliche Entwicklungen, Männer-Vorrechte Ausbildung und wissenschaftliche Paradigmen, beteiligte Fakultäten und berufliche Perspektiven

Hintergründe

http://sexualpaedagogik.wikispaces.com und aktuelles auf http://sexualpaedagogik.wordpress.com Möglicher Einladungstext: Sexualpädagogik mit Geflüchteten Ein Tages-Seminar mit Erfahrungs-Elementen, den Grund-Informationen und zur Erarbeitung von eigenen Handlungsfeldern Was in der Sexualpädagogik wirklich stattfindet und was für wen grade angesagt, erlernbar oder ausbaufähig ist ... ... und wie in der Situation mit Geflüchteten auch dieser Teil unserer Kultur zu vermitteln sein kann. In interkulturellen Elternabenden, Gemeindegesprächen, Helferkreis-Fortbildungen und politischen Diskussionen: Die neuen Richtlinien des Bayrischen Kultusministeriums lassen viele neue Fragen offen!

Sexualität ist eines unserer wichtigsten Tabus.

Wir reden nicht drüber, spielen oft nur mit Anspielungen und Vorspiegelungen. Moral liegt über allem, aber die manchmal ausbleibenden Nachwuchs-Kinder sollten uns allmählich Sorgen machen: Unsere Fruchtbarkeit geht zurück, und das halte ich weniger für ein Bevölkerungs- aber sehr für ein Gesundheitsproblem.

Unsere Eltern hatten die Fruchtbarkeit noch zu fürchten Die Schande einer vorehelichen Schwangerschaft, zu viele Kinder, keine Verhütungsmöglichkeiten, bis vor 50 Jahren die Pille kam: Präservative waren noch fast unbekannt und unsicherer, auch schwerer zu bekommen, die katholisch propagierten Tageszähl-Methoden wie Knaus-Ogino waren ein Risiko für die Frauen: Belastungen, aber kaum Gesprächsmöglichkeiten, und über allem die kirchliche Drohung: Schamhaftigkeit oder Schande!

In Gedanken, Worten, und Werken Sünde und Schuld lag über der ganzen Sexualität, der Beichtstuhl oder das "ins Wasser gehen", (eine Umschreibung des weiblichen Selbstmordes in Neuötting am Inn) nur scheinbare Auswege: Das Leben mit der "Schande" schien unerträglich, die Ausstoßung der Gemeinde gnadenlos. Die Gemeinden gehen nun selbst zu Grunde, die Priester sind durch Missbrauch und Uneinsichtigkeit selbst schwer belastet: Hexenverfolgung und Frauendiskriminierung stehen ungesühnt und unverstanden.

Allein oder mit Anderen war der Titel einer großen Szenenfolge in der Nacht der Solidarität beim Katholikentag 1984 in der Olympiahalle München zur damaligen Un-Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen in den Familien und Gemeinden, und in den großen Städten hat sich manches getan, aber das alltägliche Zusammenleben und die Angst in den Schulen ist so groß wie die alltägliche verbale Diskriminierung dort.

Die Realität von Abweichung anerkennen Von anderen Lebensformen, alten Verheimlichungen, den Veränderungen in unseren Familienstrukturen und gesellschaftlichen Realitäten zu sprechen, ist zuerst nicht leicht, so lange wir uns nicht sicher sind: Sehen die anderen die Themen auch so, werde ich mit dem zusammen gedacht, was ich ausspreche ....

Für Berufsschule, Eltern und Studierende zu vertiefen: Lebens-Situationen von Intersexuellen, Trans-Sexuellen, Homosexuellen, Bisexuellen und Asexuellen in der Familien-Gesellschaft, Hetero-Norm. Medizinischer Wandel der Beurteilungen von Krankheit, Hormon-Möglichkeiten, Operationen und biografischer Wandel der Orientierung

Die gesellschaftliche Situation von Prostitution und Swingerclubs, Porno, Trennungen und Scheidungen, Alleinerziehende und eine Unmenge Allein-Lebende sind Realitäten, an denen Politiker und Pfarrer gerne vorbeireden, die in Gemeinderäten im kleinen Kreis und mit vielen Umgehungen angesprochen werden. Kinder und Jugendliche sollten davon noch lange ferngehalten werden ...

dabei wissen sie schon zu viele Halb-Informationen und die machen sie noch unsicherer: Pornos sind ihre schlechtesten Rat gebenden, vermitteln falsche Bilder von Größe, Leistung, Sexualität, Zärtlichkeit und Erfüllung. Wenn sie keine besseren Bewertungen und Informationen bekommen, sind die falschen Leistungs- und Missbrauchsbilder ihr einziger Zugang, und quer durch die Kulturen sind die älteren Geschwister, Freunde und anderen Einfluss Nehmenden halb-herzige Ratgebende, oft mit eigenen Interessen.

Gemeindegespräche

Verantwortliche und in der Öffentlichkeit agierende Personen prägen zuerst durch ihr Vorbild, und Kinder wie Jugendliche spüren schnell, was aufgebaute Fassade und was vermiedene Thematik ist. Die Tabus werden äußerlich eingehalten, weil ja auch die angemessene Sprache und Umgangsform dazu fehlt.

Mit Szenen und Forumtheater kann eine breite Auseinandersetzung von den Jugendlichen vorbereitet werden und ihre Themen ins Gespräch der Gemeinde kommen. Mit etwas Unterstützung durch die Verantwortlichen kann daraus ein fruchtbarer Dialog entstehen.

Sendung im Notizbuch des Bayr. Rundfunk: sexualerziehung-aufklaerungsbuecher-fuer-kinder-und-jugendliche

Kostenfreier Download: Medienpaket "Dem Leben auf der Spur": www.bzga.de

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