Das Raubtier und der rote Matrose

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Das Raubtier und der rote Matrose: Lesung auf der „Utting“ 4.11.18 mit Bild: der Staat ist immer organisierter-Übergriff auf http://raete-muenchen.de/das-raubtier-und-der-rote-matrose-lesung-auf-der-utting-4-11-18

Die Revolution in München hatte von vorn herein mit starker Gegenwehr zu rechnen: Wie heute die presse im Besitz der Reichen, die sich liberal geben, und die Ausgebeuteten als „Raubtier“ sehen: Das Raubtier und der rote Matrose: Lesung auf der „Utting“ 4.11.18 um 19 h im Bugraum der „Alten Utting“, Lagerhausstraße 15, München.

Anfang November jährt sich der Aufstand der Kieler Matrosen im Ersten Weltkrieg zum 100. Mal, er war der Beginn der deutschen Revolution.

Aus diesem Anlass liest Rudolf Stumberger aus seinem neuen Buch „Das Raubtier und der rote Matrose“ über die Revolution und Räterepublik in München 1918/1919.

Dabei geht es um das kurze Leben des Rudolf Egelhofer, Matrose und Kommandant der Roten Armee in München. Und um Oswald Spengler, Autor von „Der Untergang des Abendlandes“ und Vertreter der „Konservativen Revolution“. Beide stehen für gegensätzliche ideologische Strömungen dieser Zeit und beide liegen sie auf dem Münchner Nordfriedhof.

Dem Thema entsprechend findet die Lesung (Eintritt frei) auf einem Schiff statt: Im Bugraum der „Alten Utting“. Rudolf Stumberger: „Das Raubtier und der rote Matrose.“ Lesung am Sonntag, 4. November 2018, Beginn 19.00 Uhr im Bugraum der „Alten Utting“, Lagerhausstraße 15, München. Veranstalter ist die „Arbeitsgruppe Denkmäler“ des „Plenum R“.

Fake-News, Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik in München 1918/19

Am 22. April 1919 marschierten mehr als zehntausend Angehörige der Roten Armee in Bayern durch die Münchner Ludwigstraße, vorbei an ihrem Kommandanten, dem roten Matrosen Rudolf Egelhofer – eines der vielen vergessenen und verdrängten Details in der Geschichte von Novemberrevolution 1918 und bayerischer Räterepublik 1919.

Rudolf Stumberger lässt diese revolutionären Monate in fünf biographischen Skizzen lebendig werden: von Kurt Eisner, der in Bayern die Republik ausrief, über den Kulturpessimisten Oswald Spengler, der vor der Revolution „Ekel“ empfand, bis hin zu zwei Akteuren der Räterepublik, dem Anarchisten Gustav Landauer und dem Matrosen Egelhofer – und von dem Sozialdemokraten Heinrich Hoffmann, der die gewaltsame Niederschlagung der Räterepublik zu verantworten hatte.

Dieser Kampf wurde auch mit „Fake News“ geführt. Rudolf Stumberger beschreibt dazu detailliert die rassistische, antisemitische Hetze und Gräuelpropaganda der damaligen Mehrheits-SPD, die schließlich in einem verzerrten und entstellenden Geschichtsbild der historischen Ereignisse mündeten. Damit diese Geschichte erfahrbar wird, führt das Buch auch an die Orte des Geschehens, vom Wohnhaus Eisners am Waldfriedhof über die Schützengräben von Dachau bis zum vergessenen Egelhofer-Grab am Nordfriedhof. Stadtrundgang am 7.11.2018 von der Theresienwiese

Es lebe die bayerische Republik! Es lebe der Frieden! Es lebe die schaffende Arbeit aller Werktätigen! Kurt Eisner hat uns ein großes Erbe hinterlassen. Zum richtigen Zeitpunkt trat er für den Weltfrieden ein, für den der Kampf nie aufhören darf.

Er trat ein gegen das fortwährende Elend der Völker während des ersten Weltkrieges. Die ArbeiterInnen und Soldaten auf der Theresienwiese trugen entscheidend zur Absetzung des Königs und dem Ende des ersten Weltkrieges bei.

Kurt Eisner, Felix Fechenbach und Ludwig Gandorfer gingen ihnen voran. Bayerns erster demokratischer Ministerpräsident ist ein politisch und philosophisch bewanderter, unabhängiger Sozialist jüdischer Herkunft.

Wandeln Sie am 07. November 2018 auf den Spuren der baierischen Revolution und kommen Sie um 18:30 Uhr an die Bavaria. Lauschen Sie den historischen Begebenheiten von damals, auf einem Stadtrundgang, gleich einer Demonstration, wie damals. Die Revolution und der Freistaat werden 100 Jahre alt!

Die Rudi-Egelhofer-Geschichte in München

Der Kieler Matrosenaufstand am Kriegsende 1918 entstand aus der Idee, die teuer mit Sektsteuer (bis heute einkassiert) aufgerüsteten kaiserlichen Kriegsschiffe lieber „mit Mann und Maus“ in einer letzten Schlacht untergehen zu lassen, als sie den Briten in die Hände zu geben … SPD-Noske ließ später alle Revolutionen niederschießen … https://de.wikipedia.org/wiki/Kieler_Matrosenaufstand

das Egelhofer-Video ist fertig! https://youtu.be/jbsxcceShng

Zum Buch sollte hier noch mehr folgen ...

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