Antisemitismus und Anti-Bolschewismus

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Antisemitismus und Anti-Bolschewismus

Langjährige jüdische Emanzipation und Verfolgung in Abwechslung

Die Revolution in Bayern hatte viele jüdische Mitwirkende


Rassisches Religions-Denken und Rassismus ohne Religion

Die Grundlagen der jüdischen Geschichte als "auserwähltes Volk Gottes" und die Reaktionen der anderen Religionen

Ablösung der Diskriminierungen, begrenzten Privilegien und wandelbaren Rechte vom persönlichen Glauben: Assimilierung und Entwicklung der Wissenschaften in der Aufklärung

Verweigerung der Aufklärung in den Religionen erzeugt gesellschaftliche Spannungsfelder

Mythologien der jüdischen Weltverschwörung in der Literatur:

Neid und Umdeutung auf Familien-Verbindungen,

Antisemitismus und Rassismus der Alldeutschen und der Germanenorden, die Thule-Gesellschaft ab 1917 / 18

Revolutions-Ängste im Bürgertum

Russische Nachrichten von der Oktober-Revolution 1917, Macht-Übernahme der Bolschewiki, Ermordung der Zaren-Familie 1918

Propaganda der Bürgerlichen, ein Giftschrank der Lügenpresse

Die Politik ist kein Hufeisen

Ein "Extremismusforscher", dem der Verfassungsschutz glaubt (den man dringend abschaffen oder neu begründen sollte!)

https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextreme-gewalt-warum-chemnitz-nicht-der-hambacher-forst-ist/23101702.html mitten drin:

Eckhard Jesse ist ein Mann, der den Aufstieg der AfD nicht als Gefahr, sondern als "Zeichen einer Normalisierung" wertet. Heribert Prantl bescheinigte ihm schon vor Jahren die "Verharmlosung rechtsextremer Umtriebe".

Wer wissen will, wie Jesse tickt, sollte sich seinen Aufsatz "Philosemitismus, Antisemitismus und Anti-Antisemitismus" durchlesen, er ist bereits 30 Jahre alt. Darin fordert Jesse, "die selbstquälerische Form der Vergangenheitsbewältigung" der Deutschen müsse endlich ein Ende finden.

Er mokiert sich über alle, die die Singularität des Nationalsozialismus als gegeben sehen. "Die (Gretchen-)Frage nach der Singularität lässt sich nur wissenschaftlich entscheiden und nach Vornahme eines Vergleichs: In welchem Verhältnis steht etwa die Judenvernichtung zu Stalins Massenmord an den sieben Millionen Ukrainern?" Ein antisemitischer Klassiker

Der Aufsatz zeigt, wie sich die Gefahr von rechts systematisch kleinschreiben lässt. Jesse behauptet etwa, in der Bundesrepublik sei Rechtsextremismus "mehr Phantom als Realität", Andersdenkenden unterstellt er Hysterie. Dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden wirft Jesse vor, "mit schrillen Worten vor ,neofaschistischen' Umtrieben zu warnen".

Er fordert, nicht auf herbeifantasierten Antisemitismus hereinzufallen: "Jüdische Organisationen brauchen Antisemitismus in einer gewissen Größenordnung, um für ihre Anliegen Gehör zu finden." Sogar der antisemitische Klassiker, wonach die Juden selbst schuld sind am Judenhass, fehlt bei ihm nicht. Jesse schreibt: "Auf Dauer dürfte Judenfeindlichkeit nicht zuletzt gerade wegen mancher Verhaltensweisen von Repräsentanten des Judentums an Bedeutung gewinnen."

In seinem Aufsatz nimmt er einen Bürgermeister in Schutz, der gesagt hatte, zum Ausgleich seines Gemeindehaushalts "müsste man schon einige reiche Juden erschlagen". Laut Jesse war der Spruch lediglich „unvernünftig“. Trotz seiner Entgleisungen hat Eckhard Jesse Karriere gemacht. Und wird auch heute noch von Medien als Experte angefragt, um Chemnitzer Neonazis mit den Baumhausbewohnern des Hambacher Forsts zu vergleichen.

Wichtige Erkenntnisse, die Jesse auslässt stehen in https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextreme-gewalt-warum-chemnitz-nicht-der-hambacher-forst-ist/23101702.html


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